Die aktuelle FONDS professionell Dachfonds-Studie hat einmal mehr Erstaunliches zu Tage gebracht. Zwar wird das Ranking der stärksten inländischen Zielfondsanbieter per Dezember unverändert von der Raiffeisen KAG mit einem Subfondsvolumen von 4,18 Milliarden Euro angeführt. Dahinter hat sich wieder die Erste Asset Management mit einem Zielfondsvermögen von 3,92 Milliarden Euro platziert. Und Amundi Austria steuert auf dem dritten Rang 2,27 Milliarden Euro am heimischen Dachfondsvolumen bei.

Passive Anbieter besetzen das Siegerpodium
Das Siegertreppchen der ausländischen Subfondsanbieter ist allerdings erstmals fest in der Hand von passiven Fondsanbietern. Und das haben die ETF-Anbieter vor allem dem höheren Anteil an Anleihenfonds zu verdanken. Das ist insofern bemerkenswert, weil die heimischen Dachfondslenker bei ETFs eigentlich gerne auf Aktienfonds zurückgreifen und bei den Pendants aus dem Anleihenbereich lieber auf die Expertise hierzulande setzen.


Wie sich die aktuelle Dominanz der passiven Fondsanbieter auf das Top-Ranking der ausländischen Zielfondsanbieter ausgewirkt hat, finden unsere Leser in der Bilderstrecke oben heraus!


Dachfondsmanager greifen bei Renten- und Geldmarktfonds zu
Wegen des schwierigen Börsenjahres 2018 haben die Dachfondsmanager weniger überraschend ihre Anleihen- und Geldmarktpositionen im Halbjahresvergleich aufgestockt. Die Assets der Aktienfonds sanken hingegen um satte 685 Millionen Euro auf 12,96 Milliarden Euro. Damit machen Rentenfonds knapp 52 Prozent des heimischen Dachfondsvermögens aus, bei Aktienfonds sind es 40 Prozent.

Doch das Plus bei den Bondfonds floss nicht wie gewohnt in aktiv verwaltete Produkte. Viel lieber steckten die Dachfondsverwalter das Vermögen in Anleihen-ETFs, deren Volumenquote im Halbjahresvergleich von 34 auf 43 Prozent gestiegen ist. Davon besonders profitiert hat etwa der Branchenprimus iShares, dessen Anleihenvermögen von 1,21 auf 1,56 Milliarden Euro gestiegen ist. Die Aktien-ETFs der Blackrock-Tochter sanken hingegen um 330 Millionen Euro auf 1,25 Milliarden Euro. (cf)


Der komplette Bericht erscheint Ende März in der Heftausgabe 1/2019 von FONDS professionell. Angemeldete Mitglieder des FONDS professionell KLUBs können den Artikel dann auch im E-Magazin lesen. Eine ausführliche Studie mit allen Detailauswertungen können unsere Leser außerdem kostenlos unter office@fondsprofessionell.com bestellen.


HINWEIS: Das von der Redaktion analysierte Dachfondsvolumen übersteigt mit 37,25 Milliarden Euro das von der VÖIG angegebene Volumen (28,76 Mrd. Euro), da auch Einzeltitelfonds und PIFs, die in Fremdfonds investieren, berücksichtigt und Dachfonds bereits ab einem Subfonds-Anteil von 50 Prozent erfasst werden.