Aramea liquidiert Fonds mit KI-Teilsteuerung
Beim Start vor rund zwei Jahren bewarb Aramea Asset Management den Aramea Intelligence Fund als "Das Beste aus zwei Welten". Ende August war es aber vorbei, der Fonds wurde aus Gründen der Wirtschaftlichkeit geschlossen.
Aramea Asset Management und die Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest haben den im Dezember 2024 lancierten Aramea Intelligence Fund (ISIN: DE000A40A4V9) nicht einmal zwei Jahre nach Auflage Ende August 2026 wieder liquidiert. Das geht aus einer Anlegerinformation hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Grund war das geringe Volumen des Fonds, der in den vergangenen Monaten auch noch mit deutlichen Mittelabflüssen zu kämpfen hatte.
"Mit der gesunkenen Fondsgröße war ein dauerhaft wirtschaftlicher Betrieb der Strategie nicht mehr gewährleistet. Gleichzeitig blieb die Wertentwicklung hinter unseren Erwartungen zurück, sodass aus heutiger Sicht kurzfristig nicht mit substanziellen Mittelzuflüssen und damit einer nachhaltigen Erholung des Fondsvolumens zu rechnen war", teilte Aramea auf Anfrage der Redaktion mit. Vor diesem Hintergrund habe man sich nach sorgfältiger Abwägung dazu entschieden, den Fonds zu schließen. "Aus unserer Sicht war dies sowohl unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als auch im Interesse der Anleger die konsequente Entscheidung."
Zum Teil KI-gesteuert
Der Fonds setzte auf eine teilweise Steuerung durch künstliche Intelligenz (KI). Er sollte "leistungsstarke KI-Elemente mit jahrzehntelanger Fixed-Income-Erfahrung" verbinden, so der in Hamburg ansässige Asset Manager beim Start. Die Basis bildeten Anleihen europäischer Emittenten mit guter Bonität. Dies wurde aber mit einem KI-gestützten Overlay-Management ergänzt, das unter anderem das Durationsrisiko steuern sollte. Offenbar nicht mit dem gewünschten Erfolg: Die Performance betrug 2025 nicht einmal ein Prozent, in diesem Jahr waren es bis zum Stopp minus drei Prozent. (jb)















