Allianz Global Investors (Allianz GI) räumt seine Fondspalette auf. Der Asset Manager wird per Mitte Dezember je einen globalen, einen US- und einen Emerging-Market-Aktienfonds mit einem Portfolio fusionieren, das eine ähnliche Strategie verfolgt. Das geht aus Mitteilungen an Vertriebspartner hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegen. 



Konkret betrifft der Schritt das global investierende, rund 180 Millionen Euro schwere Aktienportfolio Allianz Global Insight, das auf den AGIF - Allianz Global Equity Insights (84 Mio. Euro) als aufnehmenden Fonds verschmolzen wird. Ferner geht der Allianz US Equity (230 Mio. Euro) in dem AGIF Allianz US Equity Fund (26 Mio. Euro) auf. Und die Assets des 23 Millionen Euro schweren Allianz Global Emerging Markets Equity werden auf den Allianz Emerging Markets Equity Opportunities (156 Mio. Euro; LU1992126489) übertragen. 

Raus aus Irland, rein nach Luxemburg
Motive für diese Zusammenlegungen sind nach Angaben des Vermögensverwalters, der ab 2020 einen neuen Vorstandschef hat, Synergieeffekte und eine Vereinfachung der "operativen Produktstruktur". Die abgebenden Portfolios sind nämlich alle in Irland domiziliert und werden dort von der White-Label-Kapitalverwaltungsgesellschaft Carne Global Fund Managers betreut. Irland wurde um die Jahrtausendwende von Asset Managern häufig als Domizil gewählt, wenn Produkte auch international vertrieben werden sollten – das tat auch Allianz GI bei den um diese Zeit lancierten Fonds.

Mittlerweile legt der zum Allianz-Konzern gehörende Vermögensverwalter aber in Luxemburg seine auch für den internationalen Vertrieb gedachten Produkte auf. Dort ist etwa der Umbrella Fund AGIF domiziliert. "Die Verschmelzung der irischen Fonds in die jeweiligen Luxemburger Schwesterfonds dient also der Vereinfachung in der operativen Produktarchitektur", sagte ein Sprecher von Allianz GI auf Anfrage.

Niedrigere Transaktionskosten
Die Fusionen sollen zudem die Kosten senken: Laut dem Schreiben an die Vertriebspartner könne der jeweils entstehende größere Fonds Skaleneffekte nutzen und Transaktionen dadurch effizienter durchführen. "Wir erheben für unsere Fonds eine All-in-Fee, insofern wirken sich die Skaleneffekte nur bei den Transaktionskosten aus", erläutert der Sprecher weiter. (jb)