Seit mittlerweile 20 Jahren befasst sich Alexandra Bolena in der österreichischen Finanzszene mit der Betreuung institutioneller Anleger. Nun wagt sie den Schritt in die Selbständigkeit und möchte künftig professionelle Investoren und Impact-Anlageopportunitäten zusammenzubringen. Im Rahmen ihres neuen Unternehmens wird die Firmengründerin aber nicht nur Anlageopportunitäten institutionell vermitteln, sondern auch ein renommiertes ESG Datenanalyse-Haus in Österreich introducen.

Bolena weiß aufgrund ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit institutionellen Anlegern, dass Finanzprodukte ohne Berücksichtigung ökologischer und sozialer Faktoren kaum mehr nachgefragt werden. "Der Paradigmenwechsel findet bereits statt. Abgesehen vom moralischen Mehrwert – Impact und Nachhaltigkeit rechnen sich! Asset Manager, die ESG-Kriterien berücksichtigen und Wert auf faires Wirtschaften legen, erzielen bessere Renditen bei geringerer Volatilität – auch und gerade im illiquiden Bereich", ist sich die Firmengründerin sicher. 

Es geht nicht nur um Ökologie
"Green Deal muss mehr als ein Schlagwort sein und vor allem: 'Green' allein reicht nicht aus! Ich freue mich daher sehr, Unternehmen repräsentieren zu dürfen, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Mit meinen Kooperationspartnern offeriere ich Angebote, die es professionellen Anlegern ermöglichen, positive Veränderung – und zwar auch, aber nicht nur im Umweltbereich – im Sinn der 17 SDGs zu bewirken", so Bolena

Die Nachhaltigkeit auch entsprechend den Anforderungen der EU Taxonomie zu dokumentieren ist für die Investmentspezialistin eine weitere Herausforderung. Daher möchte Bolena in diesem Bereich ein Unternehmen beim Markteintritt in Österreich begleiten.

Mit zwei Produktpartnern am Start
Bolena Impact-Investments hat bereits Verträge mit einigen Partnerunternehmen, weitere Kooperationen sind in Vorbereitung. In einem ersten Schritt  wird es eine Zusammenarbeit mit zwei deutschen Anbietern geben.

Zum einen handelt es sich um die BonVenture, die erste Beteiligungsgesellschaft im deutschsprachigen Raum, die sich auf die gesellschaftliche Wirkung von Unternehmen fokussiert hat. Seit der Gründung im Jahr 2003 hat BonVenture bisher mit drei Social-Venture Capital-Fonds und knapp 40 Millionen Euro rund 50 Sozialunternehmen unterstützt und dabei Gewinne für Investoren erwirtschaftet. Beim vierten Fonds (BonVenture IV) mit Zielvolumen ca. 50 Millionen Euro steht der erste Zeichnungsschluss unmittelbar bevor.

Bei dem zweiten Unternehmen handelt es sich um ESG Screen17, eine 100-prozentige Tochter der econnext Gruppe. Durch die Integration von Nachhaltigkeitsdaten aus verschiedenen Reportingquellen hat ESG Screen17 eine Methode entwickelt, um Portfolien in SDGs "zu übersetzen" und Unternehmen mit kontroversen Geschäftspraktiken oder Aktivitäten zu identifizieren. Dies ermöglicht Kunden, ihrem individuellen, ethischen und moralischen Kompass folgend, nachhaltig zu investieren. (gp)