Der Boom am ETF-Markt scheint kein Ende zu finden: Im vergangenen Jahr konnte die Indexfondsbranche einmal mehr einen Absatzrekord verzeichnen. Anleger investierten weltweit rund 375 Milliarden US-Dollar neu in ETFs, berichtet der Marktführer iShares. Die Blackrock-Tochter konnte mehr als ein Drittel der Gesamtzuflüsse auf sich vereinen. Im Jahr zuvor waren der Branche zusammengenommen 348 Milliarden US-Dollar zugeflossen. Im November 2016 steckten insgesamt 3,4 Billionen Dollar in Indexfonds – auch das war ein neuer Höchststand.

In Europa investierten Anleger im vergangenen Jahr rund 43 Milliarden Euro in ETFs, hat der französische Anbieter Amundi hochgerechnet. Mehr als die Hälfte des Geldes floss in Indexfonds, die Anleiheindizes nachbilden, vor allem solche für Firmenbonds. Damit waren Rentenprodukte deutlich beliebter als im Vorjahr. Unterm Strich steckt allerdings nach wie vor das meiste Anlegergeld in Aktien-ETFs. Diese verwalten weltweit laut iShares rund 2,64 Billionen US-Dollar – im Vergleich zu 594 Milliarden Dollar in Anleiheprodukten.

Die Branche wird smarter
Das Interesse der Investoren an Smart-Beta-ETFs ist zuletzt weiter gewachsen, berichtet Amundi. Die Produkte bilden keine klassischen, nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes ab, sondern alternativ zusammengesetzte Marktbarometer. In Europa konnten die Produkte im vergangenen Jahr 7,6 Milliarden Euro einsammeln. Die hohen Zuflüsse dürften unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass ETF-Anbieter immer mehr Smart-Beta-Produkte auflegen – und entsprechend bewerben. (fp)