Ende August wurde bekannt, dass die Immobilienspezialisten Günter Kerbler und Johan Kowar  mit der slowakischen Arca Gruppe über den Verkauf ihrer 61,37 Prozent an der Wiener Privatbank verhandeln. Nun ist der Vertrag unterzeichnet. Das teilte die Bank mit.

Das Closing werde – vorbehaltlich der Zustimmung von Kartellbehörden und FMA – voraussichtlich im Juni 2018 stattfinden. Als Kaufpreis werden zehn Euro je Aktie gezahlt. Außerdem zahlte Arca bereits zwei Euro je Aktie zusätzlich, weil Kowar und Kerbler für die Verhandlungen Exklusivität garantierten. Das Geld dürfte in neue Immobilienprojekte fließen. "Nachdem alle Immobilienentwickler sind, wird das Geld vermutlich in den Bereich gehen", sagte eine Person aus dem Umfeld der Verkäufer zu FONDS professionell ONLINE.

Was mit den restlichen rund zehn Prozent der Anteile passiert, mit denen Kerbler und Kowar in Verbindung stehen, ist noch unklar: Die Privatbank steht über andere Vehikel oder Syndizierungen zu insgesamt 72,5 Prozent im Einflussbereich der beiden Immospezialisten. Möglicherweise könnte Arca Wert darauf legen, über die 61,37 Prozent hinaus auch diese restlichen Anteile zu erhalten, wird gemutmaßt.

Die 1999 in der Slowakei gegründete Arca Capital Gruppe fokussiert sich auf die Segmente "Private Equity" und "Financial Services" in den Märkten Zentral- und Osteuropas. In Wien ist die Arca Capital Gruppe seit dem Jahr 2016 Aktionärin bei der Vienna Insurance Group (VIG) und dort derzeit mit etwa einem Prozent beteiligt. (eml)