Gold ist und bleibt ein emotional besetztes Anlagethema. Unverbesserliche Gold-Fans stehen Menschen gegenüber, die dem Edelmetall rein gar nichts abgewinnen können. Der US-Analyst Dickson Buchanan hat sich für das US-Finanzportal "Seeking Alpha" die Mühe gemacht, Emotion durch Fakten zu ersetzen, um das Thema um einen wesentlichen Aspekt zu bereichern: Er hat das Volumen des globalen Goldmarktes erfasst. Und seine Ergebnisse sollte man kennen – egal, was man über die Attraktivität von Gold als Anlagevehikel denkt. Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben.

Buchanan glaubt, dass viele Marktteilnehmer die Größe bzw. Tiefe des Goldmarktes unterschätzen, weshalb er ihn auch in Relation zu Staatsschulden und großen Aktiengesellschaften stellt. Er rechnet anhand verschiedener Kenngrößen vor, dass Gold zu den liquidesten Instrumenten an den Kapitalmärkten zählt. Was die Marktgröße betreffe, sei es nur mit Staatsanleihen vergleichbar, wobei Gold hier gravierende Unterschiede gebe: anders als bei Staatsschulden gebe es bei Gold weder die Gefahr von Bonitätsrückstufungen (Downgrades), es gebe keine Risikoprämie und daher auch keine Gefahr einer Ausweitung der Risikoprämie – und natürlich könne Gold auch nicht Pleite gehen. (gf)

Goldbestand vs. Staatsschulden
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