Irren ist menschlich: Noch vor wenigen Jahren galt die Wechselkursparität zwischen Euro und Dollar unter Devisenfachleuten als klare Sache. Verständlicherweise, denn mit einem Wert von unter 1,04 US-Dollar markierte der Euro Ende Dezember 2016 seinen tiefsten Stand seit 14 Jahren. Angesichts weiter auseinanderdriftender Zinsen zwischen den USA und dem Alten Kontinent schien die Euro-Schwäche aus damaliger Sicht nur logisch. Bekanntlich kam es anders: Bis Ende des ersten Quartals 2018 schnellte der Euro bis auf 1,25 Dollar empor. Seither geht es, auch dank tatkräfiger Hilfe der nationalen Notenbanken, beinahe ungebremst abwärts, und die Wechselkursparität rückt erneut in Sichtweite.

Im Grunde beweist die grandiose Fehleinschätzung der Augurenmehrheit von vor knapp drei Jahren nur, dass wohl nichts so schwer zu prognostizieren ist wie Währungsentwicklungen. Obwohl der Blick in die Kristallkugel trübe bleibt, lohnt es dennoch, ein paar grundlegende Dinge über das wichtigste Währungspaar der Welt zu kennen. Testen Sie, ob Sie mitreden können – wir wünschen wie immer viel Erfolg! (ps)