Bei der jährlichen internationalen Konferenz der Notenbanker in Jackson Hole ist vor allem die erste Rede von Kevin Warsh bei dem Symposium in seiner Rolle als Präsident der US-Notenbank mit großer Spannung erwartet worden. Dabei hatte Warsh sein Amt eigentlich mit dem Vorsatz angetreten, möglichst wenig Öffentliches zur Zinspolitik zu sagen und damit die verbale Vorbereitung der künftigen geldpolitischen Entscheidungen ("Forward Guidance") deutlich zurückzuschrauben. Das liefert nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine bahnbrechende und marktbewegende Rede.

Andererseits hatte Warsh aber bereits in den vergangenen Wochen klargestellt, dass die Fed am Ziel von zwei Prozent Inflation festhalten werde. Angesichts der anhaltend hohen US-Inflation schien somit die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung am 15./16. September gestiegen. Daher war aber auch klar, dass die Märkte so ziemlich jede Aussage des wortkargen Fed-Chefs auf die Goldwaage legen würden.

Wie Ökonomen, Portfoliomanager und Anlagestrategen die Aussagen des US-Notenbankchefs bei seiner Rede am Freitag (28.8.) in Jackson Hole bewerten, haben wir in der Bilderstrecke oben für Sie zusammengestellt. (jh)