Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway hat für rund 800 Millionen US-Dollar knapp 34 Millionen Aktien der Bank of America erworben, berichtet das "Handelsblatt". Damit steigt der Anteil der Investorenlegende an Amerikas zweitgrößter Geschäftsbank auf 11,3 Prozent, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Im Zuge der Coronakrise ist der Aktienkurs der Bank of America in diesem Jahr um rund 30 Prozent eingebrochen. Das Geldhaus aus Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina zählt bereits seit längerer Zeit zu Buffetts Lieblingsbanken. Ende März war sie hinter Apple die zweitgrößte Position in Berkshires Aktienportfolio. In andere Banken hat Buffett hingegen nicht mehr so viel Vertrauen. Im Mai beispielsweise verkaufte er 84 Prozent seiner Goldman-Sachs-Anteile. Zudem reduzierte er seine Positionen an JP Morgan, US Bancorp und Bank of New York Mellon.

Der Star-Investor musste sich für seine zögerliche Haltung in der Krise ungewohnte Kritik gefallen lassen. Nachdem der 89-Jährige Anfang Juli einen zehn Milliarden Dollar schweren Zukauf für die Energiesparte seines Konglomerats angekündigt hatte, scheint er endlich wieder auf den Geschmack gekommen zu sein. Nun könnten weitere Deals folgen, wie Buffett auf der Berkshire-Hauptversammlung im Mai versicherte. Von Schnellschüssen hält der Altmeister allerdings gar nichts und wird sich daher auch nicht drängen lassen. (mb)