Ende Oktober läuft der Arbeitsvertrag von Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Im Vorfeld waren Dutzende Namen möglicher Nachfolger genannt worden – einer aber tauchte nirgends auf: Der von Christine Lagarde.

Doch nach dem Willen der europäischen Staats- und Regierungschefs soll mit der früheren französischen Wirtschafts- und Finanzministerin und amtierenden Generaldirektorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstmals in der 20-jährigen Geschichte der EZB eine Frau – und vor allem: eine Nicht-Ökonomin – an die Spitze der mächtigen Notenbank rücken, vorbehaltlich einer Bestätigung der bisherigen deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als neue Präsidentin der Europäischen Kommission durch das EU-Parlament. Eine Zustimmung der Abgeordneten ist bislang jedoch alles andere als sicher, und der Brüsseler Personalpoker könnte deshalb durchaus noch weitergehen.

Die europäischen Finanzmärkte haben die überraschende Nominierung Lagardes (63) am Mittwoch jedenfalls begeistert aufgenommen und mit teils satten Kursaufschlägen reagiert. Doch wie beurteilen Anlagestrategen, Fondslenker und Ökonomen bei Banken, Versicherern und Asset Managern die Paukenschlag-Personalie? Eine Auswahl an Stimmen haben wir in der obigen Bilderstrecke zusammengestellt. (kb/ps)