Die Vienna Insurance Group hat mit "VIG 25" ihr neues Strategieprogramm für die kommenden Jahre vorgestellt. Dabei stehen drei konkrete Gruppenziele im Vordergrund, erklärt der Versicherungskonzern. Dazu zählen die finanzielle Stabilität und Profitabilität, Kundennähe, Nachhaltigkeit und Marktwachstum.

Basis für die Festlegung von Gruppenzielen und mit diesen verbundenen neuen Initiativen war die Analyse der wichtigsten Trends und deren Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft. "Wir sehen ein Umfeld, das in den kommenden Jahren von disruptiven Entwicklungen gekennzeichnet sein wird, die ihre Potentiale nicht unmittelbar, aber kontinuierlich entfalten werden. Auf dieses Umfeld reagieren wir mit einer evolutionären Strategie, die Bewährtes mit Neuem kombiniert", sagt Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group.

Geschärfte Länderportfolios
Dazu wird die Vienna Insurance Group auch die Betreuung der unterschiedlich entwickelnden Märkte neu aufteilen. Einerseits wurde dabei der Kernmarkt Zentral- und Osteuropa (CEE), der 20 Länder inklusive Österreich umfasst, definiert. Andererseits wurden zehn Spezialmärkte, zu denen Deutschland, Liechtenstein, Italien, Türkei, Georgien, Weißrussland, Nordics und Frankreich zählen, klassifiziert. In diesen Spezialmärkten werden zukünftig jeweils spezifische Zielsetzungen verfolgt. Innerhalb der 20 CEE-Märkte wurden Portfolio-Gruppen entsprechend der jeweiligen Marktpotentiale mit unterschiedlichen Zielsetzungen festgelegt.

Sattes Prämienplus angestrebt
Mit dem neuen Strategieprogramm will die Vienna Insurance Group ihr Prämienvolumen kräftig steigern. Bis Ende 2025 soll ein Prämienvolumen von rund 12,3 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Das entspricht, ausgehend von der Basis 2020 mit 10,4 Milliarden Euro, einem durchschnittlich jährlichen Prämienzuwachs von rund 380 Millionen Euro. Die Combined Ratio soll unter 95 Prozent liegen. Für die Solvenzquote der Gruppe wird auf Basis der neuen Strategie und unter Berücksichtigung des aktuellen Umfelds eine Bandbreite zwischen 150 und 200 Prozent definiert. (cf)