Der Goldpreis steuert auf den vierten Wochengewinn in Folge zu, nachdem US-Präsident Donald Trump Optimismus geäußert hat, dass die USA und der Iran eine dauerhafte Waffenruhe vereinbaren könnten, um den Krieg zu beenden, der die Märkte erschüttert und Inflationsängste verstärkt hat.

Das Edelmetall notiert im frühen Freitagshandel (17.4.) 0,3 Prozent höher bei knapp über 4.805 US-Dollar je Unze und kommt damit auf ein Wochenplus von 1,2 Prozent. In der vergangenen Woche ging es 1,6 Prozent voran, in der Woche davor 4,1 Prozent.

Geopolitik hellt Marktumfeld auf
Trump sagte am Donnerstag (16.4.), der Iran habe Bedingungen akzeptiert, die er lange abgelehnt hatte, darunter die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Gleichzeitig gehen einige europäische und arabische Golfstaaten davon aus, dass ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran etwa sechs Monate in Anspruch nehmen könnte.

"Das zugrunde liegende Umfeld hat sich in eine konstruktivere Richtung verschoben", schrieb Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank. "Niedrigere reale Renditen, ein schwächerer Dollar, neue Erwartungen an Zinssenkungen und eine sehr geringe spekulative Positionierung deuten insgesamt auf einen Markt hin, der sich wieder aufbaut, anstatt auseinanderzubrechen."

Gold bleibt unter Vorkriegsniveau
Obwohl Gold in den vergangenen Wochen Verluste aufgeholt hat, liegt der Preis gegenüber dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar noch immer rund neun Prozent im Minus. In den ersten Tagen der Kämpfe hatten Liquiditätsengpässe dazu geführt, dass Investoren Bestände verkauften, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen.

Die Störung der Energieversorgung dürfte indessen über den Krieg hinaus anhalten und das Inflationsrisiko hoch halten, nachdem Angriffe wichtige Öl- und Gasinfrastruktur im Nahen Osten beschädigt haben. (mb/Bloomberg)