Für Menschen, die ihr Geld noch zinslos auf einem Sparkonto liegen haben und mit dem Investieren beginnen wollen, hat Vermögensverwalter Heiko Löschen von GSP Asset Management in Münster eine Reihe von Tipps: In einem ersten Schritt sollten sich angehende Anleger zunächst einmal überlegen, welchen Anteil des Vermögens sie bereit sind, in Aktien zu investieren, erklärt der Vermögensprofi. 

Als nächstes sollten Investoren über eine Zielstruktur nachdenken, erklärt Löschen. Dazu zählen etwa die Regionen und die Sektoren, die man im Depot haben will. Im dritten Schritt gilt es zu überlegen, welche die richtigen Anlageinstrumente sind – ob ETFs, aktiv verwaltete Fonds oder eine Direktanlage in Einzelaktien. "Hier sind die Erfahrung und der 'Geschmack' des Anlegenden entscheidend", sagt der Experte.
 
30 Prozent sofort anlegen, den Rest sukzessive

Was vielen Einsteigern Sorgen bereitet, sind die aktuell hohen Einstiegskurse. Hier hat Löschen einen Geheimtipp – die 30/70-Regel: "Zu Beginn werden 30 Prozent der für Aktienanlagen vorgesehenen Mittel in die Zielstruktur investiert. Die restlichen 70 Prozent werden in Schritten von jeweils drei Prozent pro Monat investiert." Auf diese Art investieren Anleger mal zu höheren und mal zu niedrigeren Kursen und können sich somit sowohl über günstige Einstiegskurse als auch über Wertsteigerungen freuen.

Nach drei Jahren ist das gesamte Vermögen angelegt und gewinnt im Idealfall langfristig an Wert. Für Anleger ist es damit aber nicht getan. "Nun gilt es die Anlagen regelmäßig zu überwachen und das Depot im individuell angepassten Turnus zu begleiten", rät Löschen. (fp)