Hackerangriffe nehmen immer weiter zu und sorgen für gigantische Schäden, wie zahlreiche Studien belegen. Das steigert den Bedarf an Produkten für Cybersecurity weltweit. Daher ist Adrian Roestel, Leiter Portfoliomanagement bei Huber, Reuss & Kollegen, überzeugt: "Führende Anbieter in diesem Geschäftsfeld dürften vor einem wahren Boom stehen." Roestel zufolge lässt sich dies bereits an den Ergebnissen der entsprechenden börsennotierten Unternehmen ablesen. Diverse Firmen legten hervorragende Quartalszahlen vor und verzeichneten Kurssprünge.

Der Portfoliomanager warnt trotz der positiven Aussichten vor Schnellschüssen: Denn Cybersecurity ist ein "sehr komplexes Feld, das sich nur mit tiefem Expertenwissen und großem Aufwand gut analysieren lässt." Vermögensverwaltern und anderen Investoren, die diesen Aufwand nicht betreiben können, rät er dazu, auf ETFs auszuweichen, die führende globale Unternehmen inkludieren.

Wachsende Schadenzahlen
Eine Studie der Sicherheitssoftwarefirma McAfee aus dem Dezember 2020 hatte offenbart, dass Cyberkriminalität die Wirtschaft weltweit jährlich über eine Billion US-Dollar kostet. Das entspricht ungefähr einem Prozent des weltweiten Bruttoinlandprodukts. Und die Gefahr wächst, wie die Studie zeigt: Allein in den beiden vergangenen Jahren gab es einen Anstieg von mehr als 50 Prozent. (fp)