Den 500-Euro-Schein hat es schon getroffen: Seit dem 27. April wird die Banknote nicht mehr hergestellt. Hinter ihrer Abschaffung steckt mehr als nur die als Argument ins Feld geführte Geldwäscheprävention, ist Holger Schmitz überzeugt, Vorstandschef der Vermögensverwaltung Schmitz & Partner. "Ziel der Politiker ist es, dass alle Kontobewegungen und Transaktionen sowie die individuellen Vermögenssituationen weitgehend nachvollziehbar sind", sagt der Vermögensprofi. Damit ließe sich bei staatlichen Haushaltslücken jeglicher Art eine Sparersteuer direkt von den Konten der Bürger einziehen.

Bargeld sei den Regierenden dabei ein Dorn im Auge, sagt Schmitz. Denn es bedeute Unabhängigkeit vom Bankensystem und von staatlicher Überwachung. Der Vermögensprofi sieht in der Abschaffung des 500-Euro-Scheins daher lediglich den ersten Schritt. "Eine vollständige Abschaffung des Bargelds ist nur eine Frage der Zeit", sagt Schmitz.

Keine Flucht in der Krise
Der Vermögensprofi hält diese Entwicklung für gefährlich. Denn angesichts der aktuellen Nullzinspolitik sei es wahrscheinlich, dass die Zentralbanken die Zinsen in der nächsten Krise weit in den Minusbereich drücken. Das Geld auf den Bankkonten würde damit entwertet.

Solange es alleerdings noch physisches Geld gibt, können Bürger von Buchgeld auf Bargeld ausweichen, um den Strafzinsen zu entgehen. Diese Fluchtmöglichkeit würde mit dem Bargeld verschwinden. (fp)