Die Ehe stellt für Frauen ein großes Armutsrisiko dar, sagt Markus Richert, Seniorberater beim Vermögensverwalter Portfolio Concept. Denn 40 Prozent der Ehen in Deutschland werden geschieden. Danach stehen die Frauen meist schlechter als die Männer da. Sie nehmen sich mehr Zeit für die Kinder und fallen so länger aus. Zusätzlich verdienen sie weniger. Laut der neuesten Studie des detschen Familienministeriums haben nur zehn Prozent aller 30- bis 50-jährigen Frauen netto mehr als 2.000 Euro monatlich zur Verfügung, bei den Männern sind es 42 Prozent, zitiert Richert.

Frauen sollten sich darum nicht darauf verlassen, dass der Ehemann das eigene geringere Einkommen und die Kinderpausen ausgleicht. "Mit ihrem Partner verlieren Sie häufig nicht nur einen Großteil ihrer eigenen Alterssicherung, sondern es fehlt dann oft auch die finanzielle Möglichkeit, sich eine eigene Rente aufzubauen", erklärt Richert.

Frauen fangen zu spät mit der Vorsorge an
Dabei sind Frauen eigentlich die besseren und erfolgreicheren Anleger, wie Studien belegen. "Sie sind wesentlich geduldiger als ihre männlichen Kollegen und meiden unkalkulierbare Risiken", erklärt Richert. Frauen müssten nur früher mit der Vorsorge beginnen. Im Durchschnitt fangen Frauen mit Ende 20 an vorzusorgen, während Männer bereits mit Anfang 20 beginnen würden. Somit lassen Frauen bereits von Anfang an wertvolle Zeit für den Vermögensaufbau verstreichen, so Richert. (fp)