Gold-Investoren haben verschiedene Möglichkeiten, um von der Preisrally zu profitieren. Sie können ganz klassisch auf physisches Gold setzen und Barren oder Münzen kaufen. Sie können aber auch auf Gold-Aktien setzen und in Minenbetreiber investieren. Mit letzterem fuhren Investoren bisher meist besser, weiß Joe Foster, Anlageprofi bei Van Eck: "Im Schnitt haben Gold-Aktien in Hausse-Phasen historisch betrachtet besser abgeschnitten als physisches Gold – und zwar sowohl an einem säkulären, also langfristigen Markt, also auch an einem Zyklischen."

Das liegt dem Fondsmanager zufolge daran, dass sich in dieser Phase des Zyklus steigende Goldpreise in der Regel überproportional positiv auf die Gewinne der Unternehmen auswirken. Der aktuelle Zyklus unterscheidet sich vor allem in einem Punkt gegenüber der letzten Hausse von 2008 bis 2011: Die Minenbetreiber haben enorme Anstrengungen unternommen, um ihre Kosten und Investitionsausgaben zu senken.

Fehler erkannt und beseitigt
In der Vergangenheit haben viele Gold-Unternehmen Future-Kontrakte gekauft, um eine spätere Abnahme des Metalls zu einem festen Preis zu gewährleisten – und das in einem Umfeld steigender Goldpreise. Diesen Fehler hätten die meisten Betreiber erkannt und hinter sich gelassen, sagt Foster. "Bei großen und mittleren Goldproduzenten könnten sich diese Maßnahmen bei einem Preissprung von 1.400 auf 1.600 US-Dollar in einer Steigerung des Free Cashflows um durchschnittlich knapp 60 Prozent niederschlagen", ist der Anlageprofi überzeugt. Für ihn ist das ein Grund mehr, derzeit auf Gold-Aktien zu setzen. (fp)