Der amerikanische Asset Manager Loomis Sayles geht davon aus, dass die Weltleitwährung US-Dollar vor einer Schwächephase stehen könnte. Der Wechselkurs des Dollar liege derzeit real zwischen zehn und 15 Prozent höher als im historischen Durchschnitt, argumentiert Loomis-Sayles-Portfoliomanagerin Andrea DiCenso. Inzwischen befinde er sich auf einem 20-Jahres-Hoch.

Der Höhenflug sei aber vor allem Folge der weltweiten Inflation sowie einer globalen Wachstumsschwäche, der eine starke US-Wirtschaft gegenüber steht. DiCenso sieht jetzt das Potenzial, "dass der Dollar in eine Phase anhaltender Abwertung eintritt".

"Anhaltende Dollar-Baisse"
Historischen Daten zufolge dauere ein Dollar-Zyklus im Schnitt sechs bis neun Jahre, sagt die Expertin. "Und wir nähern uns dem zehnten Jahr dieser Dollar-Hausse." DiCenso ergänzt: "Wenn wir in eine Abwertungsphase eintreten, würden wir erwarten, dass diese über einen längeren Zeitraum anhält." Eine solche "anhaltende Dollar-Baisse" könnte dann heftigen Rückenwind für Schuldtitel aus Schwellenländern bedeuten. (fp)