Trotz der neuen Zurückhaltung der US-Notenbank nähern sich die Vereinigten Staaten dem Ende des Konjunkturzyklus, heißt es vom Schweizer Fondsanbieter Unigestion. Für Investoren mit US-Aktien oder US-Hochzinsanleihen im Depot bedeutet das: Die kommenden Monate könnten unruhig werden. Das Zyklusende führt nämlich nicht nur zu einer Korrektur des Gewinnwachstums, sondern könnte auch den hohen Anteil von Fremdkapital offenbaren, der den amerikanischen Markt prägt. Anleger sollten sich vor diesem Hintergrund auf Qualitätstitel konzentrieren, raten Experten von Unigestion.

Der S&P 500 hat in den vergangenen zehn Jahren fast 14 Prozent per annum zugelegt. Das zeigt, wie lange und renditestark der Zyklus war. Zugleich hat die Verschuldung ein außergewöhnlich hohes Niveau erreicht, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. "Diese Kennzahlen lassen die Alarmglocken läuten", heißt es von Unigestion. Eine Erosion der Gewinnmargen in Kombination mit der Hebelwirkung des Fremdkapitals könnte zu Rückzahlungsproblemen führen, schlimmstenfalls zu Insolvenzen.

Bilanzen und Bewertungen im Blick behalten
Die Rally am US-Markt könnte also bald zu Ende gehen, und als wichtiger Katalysator dürfte sich die hohe Verschuldung der US-Unternehmen erweisen. "Jeder Investor, der über eine mögliche Marktkorrektur besorgt ist, sollte jetzt das Risiko minimieren", raten die Unigestion-Experten. Konkret heißt das: Anleger sollten auf Qualitätsunternehmen mit starken Bilanzen und attraktiven Bewertungen setzen. "Diese könnten die letzten sein, die noch stehen, wenn die Marktkorrektur einsetzt", heißt es von dem Fondsanbieter. (fp)