Die Österreicher interessieren sich offenbar mehr für Anlageformen abseits des Sparbuchs. Das legt eine Untersuchung von Integral im Auftrag der Erste Bank Österreich und Sparkassen nahe. 30 Prozent wollen in den nächsten Monaten ihr Geld in Aktien, Fonds und Co. veranlagen. Vor einem Jahr waren es noch 26 Prozent. Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank bezeichnet den Trend als erfreulich, denn ohne Wertpapiere könne man "aktuell die Inflation nicht schlagen".

Es wird weniger angelegt
Gleichwohl steht ist aber auch das Sparbuch bei 60 Prozent (plus drei Prozentpunkte) der Österreicher weiter hoch im Kurs. Die Zahlen der Erhebung beziehen sich auf das dritte Quartal 2018 und werden mit den Werten aus dem dritten Quartal 2017 verglichen. 45 Prozent (minus drei Punkte) wollen demnach bausparen, 38 Prozent (plus drei Punkte) legen Geld in eine Lebensversicherung und gleichbleibend viele Bürger, nämlich 32 Prozent, wollen eine Pensionsvorsorge abschließen.

Zu berücksichtigen ist dabei aber, dass die Österreicher grundsätzlich deutlich weniger Geld beiseite legen wollen, nämlich nur 5.700 Euro. Im dritten Quartal 2017 wollten die Bürger noch 7.400 Euro veranlagen.

Laut der Integral-Studie freuen sich derzeit 42 Prozent der Befragte auf die frühestens Ende 2019 geplante Zinserhöhung, die die EZB vornehmen will, sofern die Wirtschaft entsprechend wächst. "Das sind wahrscheinlich alle, die ein Sparbuch haben. Allerdings werden die Zinsen in den nächsten Jahren wenn überhaupt nur sehr, sehr langsam steigen", warnt Schaufler. 28 Prozent stehen einer Zinsanhebung negativ gegenüber. "Das sind vermutlich die Kreditnehmer. Wir raten daher jetzt verstärkt zu Fixzinsen, dann bleibt die Rate unabhängig von Zinsänderungen weiterhin leistbar", so Schaufler. (eml)