Cyberdevisen sind gekommen, um zu bleiben. Das ist der Tenor unter jenen Experten, die das US-Nachrichtenportal CNBC zur Zukunft von Kryptowährungen befragt hat, berichtet "finanzen.net". Ein Grund für diesen Optimismus sind die Währungshüter: "Zentralbanken sind dabei, Regulierungen für Kryptowährungen zu entwickeln", sagte Dragan Boscovic, Gründer des Blockchain Research Labs. "Sie erkennen, dass Digitaldevisen zur Wirtschaft dazugehören." Boscovic geht davon aus, dass Kryptowährungen in den nächsten zehn Jahren zum Mainstream werden dürften.

Daran schließt auch der Journalistik-Professor Frederick Kaufman an. Er sagte gegenüber CNBC, dass Cyberdevisen immer mehr der Wertaufbewahrung dienen dürften. "Schon lange vor 2071 wird der Dollar mehr mit Kryptos gemeinsam haben als mit Silber oder Gold", so Kaufmann. Andere Experten nannten die Möglichkeit, internationale Transaktionen rasch und kostengünstig durchführen zu können, als die attraktivste Eigenschaft solcher Coins.

Welt-Reserve oder nächstes AOL
Für den Finanzierungsexperten Dan Egan ist die ausschlaggebende Frage, "ob wir die nötige Energie generieren werden, um die Nachfrage des wachsenden Kryptomarkts bedienen zu können." An ein Verschwinden der Kryptos glaubt er jedenfalls nicht. Einzig nicht ganz so sicher gab sich der Gründer des US-Vermögensverwalters Delancey Wealth Management, Ivory Johnson: "50 Jahre sind eine lange Zeit, und der Bitcoin könnte entweder die Welt-Reservewährung oder das nächste AOL werden, das eine Menge Leute reich gemacht hat, bis es von einer besseren Technologie vom Thron gestoßen wurde." (fp)