Am 30. Oktober ist es mal wieder soweit: Der Weltspartag findet statt – ein Datum, das bei den meisten Deutschen nicht nur Tradition hat, sondern gewissermaßen auch das Motto ihrer Geldanlage darstellt. Denn nach wie vor lassen die Bundesbürger ihr Geld auf Sparbüchern und Girokonten versauern oder verwahren es sogar daheim in bar auf, wie Zahlen der Bundesbank zeigen. Was deutsche Sparer davon abhält, in lohnenswertere und inflationsbereinigt rentierliche Finanzprodukte zu wechseln, hat das Zinsportal Weltsparen gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Yougov untersucht und dafür rund 2.000 Bundesbürger interviewt.

Die Umfrage kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Satte 85 Prozent der Befragten wollen  zunächst genau wissen und verstehen, welche Details hinter dem jeweiligen Investmentangebot stecken. Wichtig sind dabei vor allem die Abschluss- und Folgekosten sowie die Laufzeit und Kündigungsfristen. Überraschend: Wie hoch das Risiko der Geldanlage ist, interessiert Männer (64 Prozent) mehr als Frauen (55 Prozent). Andere Untersuchungen kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass vor allem Damen auf Sicherheit bedacht sind, während Männner in Sachen Risiko eher aufs Gaspedal treten.

Deutsche lassen Rendite liegen – und hadern mit Beratern
Besonders wichtig ist den Sparern laut der Umfrage der Durchblick hinsichtlich Eigenschaften wie Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist (44 Prozent) sowie bei den wiederkehrenden Kosten wie Konto- und Depotführungsgebühren (43 Prozent). Das fehlende Vertrauen in Banken, Berater und Anbieter sowie die Unübersichtlichkeit bei den Produkten erschwert es dennoch vielen Anlegern in spe, eine konkrete Auswahl zu treffen. Aber auch ein schlechter oder unpersönlicher Kundenservice sind Hemmnisse beim Investieren.

Aus Sicht des Zinsportals entgeht den Deutschen mit ihrer konservativen und übervorsichtigen Vorgehensweise eine große Chance auf bessere Renditen. "Finanztechnologien ermöglichen heute Schritt für Schritt deutlich kundenfreundlichere Finanzprodukte mit hoher Transparenz, niedrigeren Kosten und attraktiverer Performance als beispielsweise das Sparbuch oder Girokonto", sagt Tamaz Georgadze, Vorstandsvorsitzender von Weltsparen. (fp/ps)