Seit einem Jahr schon geht es mit der Stimmung in der deutschen Bankenlandschaft bergab. Das zeigt ein Blick auf den CFS-Index, der alle drei Monate das Geschäftsklima der Finanzbranche abbildet – er sank zuletzt um 2,5 Punkte auf insgesamt 109,9 Punkte und befindet sich damit nun schon ein Jahr lang im Abwärtstrend. Der wichtigste Grund: Das Investitionsvolumen der Finanzbranche entwickelt sich zusehends schwächer. Darunter leidet auch das Umsatzwachstum der Banken.

Auch unter Finanzdienstleistern läuft es schlechter: Ihr Umsatzwachstum befindet sich auf einem niedrigen Niveau, außerdem sinken die Ertragszuwächse. Verglichen zum Vorjahr sind sie auf einem sehr niedrigen Level. "Die Rückgänge bei den Kernindikatoren Umsatz, Ertrag und Investitionen bei insgesamt unveränderter Beschäftigungslage unterstreicht die schwierige Lage der Branche, deren verschlechterte Aussichten nun neben den Banken auch die Dienstleister erfasst hat", sagt dazu Professor Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies (CFS), das den Index berechnet.

Stellenabbau wird schwächer
Die gute Nachricht: Banken konnten ihre Ertragszuwächse zuletzt steigern und mussten weniger Stellen abbauen. Für das laufende Quartal erwarten Finanzinstitute, dass der Stellenabbau konstant bleibt. Finanzdienstleister vermelden gar ein Mitarbeiterwachstum und rechnen auch in Zukunft mit steigenden Mitarbeiterzahlen. (fp)