Angesichts der Auswirkungen des Nahostkonflikts dürften die Energiepreise "auf absehbare Zeit hoch bleiben" und etwas Inflationsdruck auf die Lieferketten ausüben, sagte UBS-Chef Sergio Ermotti am Montag (23.3.) in einem Interview mit "Bloomberg TV" in Peking.

"Die Kunden sind im Großen und Ganzen weiterhin ruhig", sagte Ermotti. "Wir sehen keine größeren Verschiebungen in der Vermögensallokation." Jedoch werde "dieser Druck auf die Wirtschaft beginnen, die Märkte zu belasten".

Weniger KI, mehr Diversifikation
Investoren prüften weiterhin, wie lange es dauern werde, den Schock dieser Krise zu verdauen. "Wir haben bereits Anfang des Jahres gesehen, dass Kunden ihre Portfolios diversifizieren", sagte Ermotti. "Man konnte eine deutlich größere Streuung darin erkennen, wie sie sich möglicherweise von stärker auf KI-Technologie ausgerichteten Anlagen weg und hin zu breiter diversifizierten Portfolios bewegen. Angesichts dessen, was wir in den vergangenen Wochen gesehen haben, war das ein guter Schritt."

Der UBS-Chef erklärte weiter, dass die Bank ihr Geschäft zwar nicht "nach dem Stop-and-go-Prinzip" betreibe. In der laufenden Krise könnte sie aber "bestimmte Investitionen taktisch verlangsamen". (mb/Bloomberg)