Viele Anleger ordnen chinesische Wertpapiere im Portfolio der Gruppe der Schwellenländer zu. Im jungen Jahr 2020 sollten Investoren aber umdenken, empfehlen Experten des Vermögensverwalters UBS Asset Management (UBS AM). In einem aktuellen Ausblick erläutern sie, warum China eine eigene Position im Anlagemix darstellen sollte:

Als zweitgrößte Volkswirtschaft und größte Handelsnation der Welt birgt die Volksrepublik für Anleger gewaltiges Potenzial. Eine wichtige Stütze der chinesischen Wirtschaft ist nach Ansicht der Experten der wachsende Privatkonsum im Land. Auch wenn die Handelsrivalität zwischen den USA und China in den kommenden Jahren bestehen bleibt, wird das den Binnenkonsum voraussichtlich nicht gefährden.

Aktuell befindet sich Chinas Wirtschaft in einer Erholungsphase. "Wir erwarten, dass sich das Wachstum in den kommenden Jahren bei 5,8 bis 6,0 Prozent stabilisiert", sagt Hayden Briscoe, Leiter Asia Pacific Anleihen bei UBS AM. Die chinesische Regierung dürfte die Wirtschaft im laufenden Jahr durch geldpolitische Maßnahmen zusätzlich ankurbeln. "Im ersten Halbjahr dürfte die People’s Bank of China die Zinsen senken", prognostiziert Briscoe.  Das dürfte der Konjunktur Rückenwind verschaffen.

Chinas Kapitalmarkt besteht nicht nur aus Aktien
Infolge dieses Ausblicks halten die UBS-AM-Experten chinesische Aktien für aussichtsreich. Daran ändert auch der Handelskrieg nichts. "Unsere China-Portfolios setzen verstärkt auf den Binnenkonsum und sind kaum abhängig von den Branchen, die von den Zöllen betroffen sind", sagt Bin Shi, Leiter China Aktien bei UBS AM. Auch chinesische Anleihen bieten gerade im Niedrigzinsumfeld Chancen, erläutern die Experten. Hochzinsanleihen aus der Volksrepublik überzeugen ihrer Ansicht nach mit hohen Renditen. (fp)