Lange haben Tweets von US-Präsident Donald Trump Aktien einzelner Unternehmen stark beeinflusst. Mittlerweile hat sich die Aufregung der Anleger aber gelegt, zeigt eine aktuelle Studie der University of Illinois Springfield, die dem "Handelsblatt" vorliegt. Die Kurznachrichten würden die Aktienkurse zwar weiterhin bewegen – allerdings nur geringfügig und nicht von Dauer. "Die Tweets haben keinen signifikanten Effekt", zitiert die Zeitung aus dem Bericht.

Als Beispiel führen die Studienautoren einen Tweet vom 29. März 2018 an. Darin wetterte Trump gegen den Onlinehändler Amazon. "Anders als andere zahlen sie kaum oder keine Steuern an Bundesstaaten und Kommunen, sie nutzen die Post als Lieferjungen (und sorgen für große Verluste in den USA) und treiben Tausende von Einzelhändler in die Pleite", kritisierte "The Real Donald Trump". Die Amazon-Aktie sank daraufhin um fünf Prozent, erholte sich aber nach eineinhalb Tagen wieder vollständig.

Handelsstreit hält Aktionäre in Atem
Mit seinen politischen Entscheidungen dagegen bewegt der US-Präsident die Kurse an der Wall Street durchaus langfristig. Der Handelsstreit mit China hält die weltweiten Aktienmärkte seit Monaten in Atem. Auch die Steuerreform hat die Kurse von US-Aktien beflügelt. (fp)