Trumps Iran-Prognose schickt Ölpreise auf Talfahrt
Die Ölpreise haben nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg deutlich nachgegeben. Zuvor waren sie wegen der Lage rund um die Straße von Hormus stark gestiegen. Händler reagieren nervös auf die geopolitischen Signale aus Washington.
Die Ölpreise sind eingebrochen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hat, der Krieg mit dem Iran werde voraussichtlich "sehr bald" enden. Sowohl Brent als auch West Texas Intermediate verloren zeitweise mehr als zehn Prozent.
Trump kündigte am Montagabend (9.3.) außerdem an, ölbezogene Sanktionen auszusetzen und Tanker durch die Straße von Hormus von der US-Marine eskortieren zu lassen.
Brent fällt zeitweise um elf Prozent
Am Dienstagmorgen (10.3.) notierte Brent-Öl im Tief bei 88,05 US-Dollar und damit elf Prozent unter dem Niveau vom Vorabend. Zuletzt kostete die Nordsee-Sorte 93,03 Dollar.
"Trumps Aussage, der Iran-Krieg werde sehr bald vorbei sein, ist kaum die Beruhigung, die Tanker dazu bringen wird, wieder normal in die und aus der Straße von Hormus zu fahren", sagt Vandana Hari, Gründerin des Analyseunternehmens Vanda Insights.
Benzinpreise in den USA steigen
In den USA ist der Benzinpreis an den Tankstellen auf den höchsten Stand seit August 2024 gestiegen. Am Montag (9.3.) kletterte der Ölpreis auf fast 120 Dollar je Barrel, nachdem große Produzenten am Persischen Golf ihre Förderung drosseln mussten, da ihre Lagerkapazitäten zur Neige gehen. Grund dafür war die faktische Schließung der Straße von Hormus, der engen Wasserstraße, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Ölströme transportiert wird.
Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht
Trump prognostizierte, dass der Krieg mit dem Iran "sehr bald" beendet sein werde. Er machte zugleich deutlich, dass er nicht davon ausgeht, dass der Konflikt noch in dieser Woche endet.
Für den Fall, dass der Iran die Ölversorgung störe, kündigte er Bombardierungen "auf einem viel, viel härteren Niveau" an. (mb/Bloomberg)















