Während die Welt bangt, wie es mit dem Handelskrieg zwischen China, der EU und den USA weitergeht, bahnt sich bereits ein neuer Unsicherheitsfaktor an, der die Märkte erschüttern könnte: ein handfester Währungskrieg, provoziert von US-Präsident Donald Trump. "Es mehren sich die Anzeichen, dass er vom Finanzministerium Maßnahmen fordern könnte, um die US-Währung bewusst zu schwächen", sagt Mark Dowding, Partner und Chefanlagestratege bei Bluebay Asset Management. 

Dowding rechnet schon bis Ende dieses Jahres mit einer Abwertung des US-Dollars – angesichts der anstehenden US-Präsidentschaftswahlen wolle Trump keine Zeit verlieren. Der Präsident hatte in den vergangenen Monaten wiederholt kritisiert, dass der US-Dollar zu stark sei, berichtet der "Focus". Von einer Abwertung würde die US-Exportwirtschaft kurzfristig profitieren. Der amerikanische Index S&P 500 befindet sich angesichts dieser Aussichten derzeit im Aufwärtstrend.

Abwertung des US-Dollars belastet Weltkonjunktur
Allerdings dürften andere Volkswirtschaften darunter leiden, wenn ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar aufwerten. Das könnte die Weltkonjunktur zusätzlich zum Handelskrieg belasten. Anlagestratege Dowding geht dennoch davon aus, dass Trump schon bald erste Schritte einleiten wird, den US-Dollar zu schwächen: "Dazu stehen ihm Werkzeuge zur Verfügung und wir bezweifeln nicht, dass er bereit ist, sie anzuwenden." (fp)