Das Jahr 2021 war trotz neuer Virusvarianten, unterbrochener Lieferketten und Halbleitermangel ein erfolgreiches Börsenjahr für Anleger. Auch 2022 dürfte es an den Börsen bergauf gehen, erwartet Christian Finke, Geschäftsführer der Monega Kapitalanlagegesellschaft. "Die Aktienmärkte profitieren immer noch von sehr niedrigen Zinsen und einem gleichzeitig kräftigen volkswirtschaftlichem Wachstum", merkt der Börsenprofi an. Im laufenden Jahr rechnet Monega mit einer Gewinnentwicklung der Unternehmen von plus acht bis zehn Prozent. 

"In den ersten Monaten des Jahres könnte die Volatilität an den Kapitalmärkten hoch bleiben, deshalb sind Sparpläne nach wie vor bei Aktien sinnvoll", erklärt Finke. Europäische Titel würde er dabei übergewichten, US-Aktien dagegen untergewichten. Der Grund: Europäische Aktien sind derzeit mit Blick auf Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis um einiges günstiger bewertet als US-Aktien. Letztere sind derzeit auf einem historisch hohen Bewertungsniveau, insbesondere die anstehenden Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed könnten den Werten in der Folge einen Dämpfer verpassen. 

Erträge mit Anleihen weiterhin schwierig
Das Edelmetall Gold als Krisenabsicherung hält Finke auch 2022 für eine sinnvolle Anlage. Auf der Rentenseite rät der Vermögensprofi zu dänischen kündbaren Pfandbriefen und bei steigenden Zinsen zu Collateralized Loan Obligations (CLOs). Allerdings werde es auch im laufenden Jahr nicht leicht sein, mit Rentenwerten auskömmliche Erträge zu erwirtschaften, warnt Finke. (fp)