Trotz weitgehender Öffnungsschritte aufgrund des aktuell niedrigen Niveaus an Corona-Neuinfektionen kann die Wirtschaft in Österreich noch nicht aufatmen. Die bereits 4. Auflage der Durchblicker-Studie zum Haushaltseinkommen in Corona-Zeiten zeigt: Bei 35 Prozent der österreichischen Haushalte hat sich das Haushaltseinkommen coronabedingt in den letzten 15 Monaten reduziert, jeder Sechste davon hat Schwierigkeiten, seine Fixkosten zu decken. Das sind rund sechs Prozent der heimischen Bevölkerung ab 18. Auch der Konsum ist noch verhalten – acht von zehn betroffenen Haushalten müssen "den Gürtel enger schnallen".

"Im Schnitt müssen die Haushalte mit etwa 660 Euro weniger auskommen"
"Wir sehen trotz der zuletzt erfreulichen Corona-Entwicklung ein differenziertes Bild der Rückkehr zur Normalität", sagt Durchblicker-Geschäftsführer Reinhold Baudisch. "Bei 67 Prozent der in den letzten 15 Monaten von finanziellen Einbußen betroffenen Haushalte, das sind rund 23 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher, hält dieser Zustand weiter an – trotz großzügiger Öffnungsschritte in Handel, Gastro, Tourismus und Kultur. Im Schnitt müssen die Haushalte mit etwa 660 Euro weniger auskommen, womit die Reduktion sogar etwas höher ausfällt als noch im März. Besonders schwierig ist die Lage für Selbstständige: 86 Prozent der betroffenen Haushalte beklagen nach wie vor ein reduziertes Einkommen."

Die wichtigsten Ergebnisse der Durchblicker-Umfrage finden Sie in unserer Fotostrecke oben. (mb)