Fast neun von zehn Eltern (86 %) legen auch in Zeiten der Corona-Krise Geld für ihre Sprösslinge beiseite, wie aus einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag des Tarifvergleichsportals "Durchblicker" hervorgeht. Bei den Sparformen ist immer noch das Sparbuch die Nummer eins (54 %), dicht gefolgt vom Bausparer (49 %). "Interessant ist, dass Eltern – auch wenn viele in Krisenzeiten den Gürtel enger schnallen müssen – unverändert viel für ihre Kleinen sparen", meint Durchblicker-Geschäftsführer Reinhold Baudisch. Bei 90 Prozent der befragten Eltern hat sich das Sparvolumen seit Krisenbeginn nicht verkleinert.

Kinder sparen weniger
"Kinder in Österreich sind prinzipiell richtige Sparefrohs", so Baudisch. Laut Studie sparen acht von zehn Kindern (78 %) zumindest Teile ihres Taschengeldes. "Doch auch im Finanzverhalten der Jüngsten dürfte die Coronakrise ihre Spuren hinterlassen haben. So geben 30 Prozent der Eltern an, ihre Kinder würden aktuell mehr sparen als vor der Krise. Hintergründe könnten hier sowohl das veränderte Sicherheitsgefühl, als auch die Tatsache sein, dass es aktuell weniger Freizeitangebote gibt." Die Höhe und Frequenz des Taschengeldes hat sich in der Coronakrise kaum verändert – nur sieben Prozent der Befragten geben an, es reduziert zu haben, drei Prozent sehen sich aktuell nicht in der Lage, eines auszubezahlen.

Kinder investieren in Shopping & Freizeit
Jedes zweite Kind in Österreich bekommt Taschengeld. Dieses wird normalerweise monatlich ausbezahlt und beträgt im Durchschnitt 33 Euro (siehe Grafik).

Quelle: durchblicker.at, Konsumentenbefragung Österreich, Oktober 2020, n=278

Jedes zweite Elternteil gibt an, das Kind dürfe frei entscheiden, was es mit seinem Taschengeld macht – 32 Prozent machen dennoch Vorschläge, lassen das Kind aber frei walten. Bei jeder vierten Familie (25 %) ist die Auszahlung an bestimmte Bedingungen (z.B. Hilfe im Haushalt) geknüpft. Laut Durchblicker-Studie gibt es bei 18 Prozent der Buben und Mädchen klare Regeln, wofür das Geld nicht verwendet werden darf. Bei der Frage, wofür die Kinder das Geld ausgeben, steht Shopping mit 72 Prozent ganz klar an erster Stelle. Gekauft werden unter anderem Kleidung, Bücher oder Elektrogeräte. Auf Platz zwei liegen Ausgaben für Freizeitaktivitäten, wie Kino oder Indoor-Spielplatz. Bereits ein Viertel gibt an, das Taschengeld auch für virtuelle Güter – beispielsweise Apps, Online Games oder E-Books – auszugeben. (mb)