Angesichts einer schwächelnden Weltwirtschaft blicken Profi-Investoren derzeit nach Fernost: "Anleger sollten ihren Blick auf die Schwellenländer und Asien richten", sagt Talib Sheikh, Head of Strategy bei Jupiter Asset Management. "In den nächsten ein bis zwei Jahren ist in Asien noch Value zu finden, sowie zyklisches Aufwärtspotential bei den Gewinnerwartungen. Wir setzen außerdem weiterhin auf Schwellenländeranleihen. Dabei bevorzugen wir Unternehmens- und Staatsanleihen in Lokalwährung aus Ländern mit verbesserten Fundamentaldaten."

Trotz der insgesamt anhaltend schwachen weltweiten Wirtschaftszahlen rechnet Sheikh nicht mit einer Rezession: "Die Zinsstrukturkurve hat in den letzten Wochen weiter an Bedeutung gewonnen, da sich die Drei-Monats-Zehn-Jahres-Metrik zuletzt zum ersten Mal seit 2007 umgekehrt hat", sagt Sheikh. "Obwohl die Zinsstrukturkurve einer der besten Frühindikatoren für eine Rezession ist, sind wir überzeugt, dass eine Inversion der Kurve allein nicht ausreicht, um diese Prognose zum aktuellen Zeitpunkt zu treffen."

Zum anderen signalisierten die meisten US-Wirtschaftsindikatoren für den Arbeitsmarkt, Verbrauchervertrauen, Bautätigkeit und Inflation nicht, dass dort eine Rezession unmittelbar bevorsteht, sagt Sheik. (fp)