Investoren haben es derzeit schwer. An den Aktienmärkten geht es bergab und an den Anleihemärkten müssen sie die Rendite nach wie vor mit der Lupe suchen. In einem solchen Umfeld schlägt die Stunde von Wandelanleihen. "Der Charme bei Convertible Bonds liegt an der Partizipation steigender Kurse der zugrunde liegenden Aktie, die einen Verkauf der Anleihe zu einem höheren Kurs während der Laufzeit ermöglicht, und an der Tatsache, bei Fälligkeit den Nominalwert zu erhalten – unabhängig vom vorherigen Kursverlauf", sagt Tania Minella, Fondsmanagerin bei Swisscanto.

Langfristig liegt die Rendite leicht unter der von Aktien und signifikant über der von Unternehmensanleihen. "Wandler" nehmen damit für die Anlageexpertin eine wichtige Diversifikationsfunktion im Portfolio ein. Neben dem Risiko-Rendite-Profil spricht auch die Bewertung für einen Einstieg in die Anlageklasse. "Trotz der bisherigen Kurszuwächse in diesem Jahr erachten wir die Bewertung der Wandelanleihemärkte als attraktiv bis fair und in Asien sogar als günstig", sagt Minella. Nachdem sich Anleger bei Wandelanleihen zuletzt eher zurückhaltend zeigten, rechnet die Expertin nun mit einem Nachfrageschub. "Dies sollte die Anlageklasse zusätzlich stützen."

Wachstumsstarke Segmente
Ebenfalls positiv ist die Zahl der Neuemissionen. Zahlreiche Unternehmen nutzten die höheren Aktienkurse, das niedrige Zinsumfeld sowie die gestiegene Volatilität, um Wandler zu emittieren. Für Investoren bieten sich damit interessante Chancen: Denn die Papiere stammen vor allem aus wachstumsstarken Segmenten wie zum Beispiel Biotechnologie und IT. Außerdem gilt: "Die zunehmende Neuemissionstätigkeit ist förderlich für die Anlageklasse, um ein ausreichendes Anlagevolumen zu generieren und Fälligkeiten auszugleichen", sagt die Fondsmanagerin. (fp)