Die schöne und bunte Welt der Malerei hat erste Risse bekommen: Aktuelle wirtschaftspolitische Unsicherheiten wirken sich auch auf den Kunstmarkt aus, zeigt der "Art & Finance Report" von Deloitte und dem Research-Unternehmen Arttactic. Demnach machten die drei größten Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips mit ihren Auktionen im ersten Halbjahr 2019 ein Minus von 20,3 Prozent im Jahresvergleich.

Auch die mangelnde Transparenz des Kunstmarktes und eine neue Schwemme an Fälschungen hemmt das Wachstum, stellen die Studienautoren fest. Drei Viertel der befragten Sammler misstrauen dem Markt zunehmend, weil er nicht durchsichtig genug ist. Bei den Privatbanken gaben 85 Prozent an, dass Geldwäsche die Reputation des Kunstmarkts besonders gefährde. "Die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche ist ein Schritt in die richtige Richtung", kommentiert Gernot Schuster, Partner bei Deloitte Österreich.

Blockchain und Co. sorgen für mehr Transparenz
Darüber hinaus könnten auch neue Technologien eine wichtige Chance für den Kunstmarkt sein. So lässt sich zum Beispiel die Herkunft eines Kunstwerks durch die Blockchain-Technologie besser nachverfolgen, und auch die Echtheit des Objekts kann damit einfacher sichergestellt werden. Tatsächlich glauben 84 Prozent der befragten Kunstsammler an eine rasche Wiederbelebung durch neue Technologien. (fp)