Investoren, die darauf aus sind, den Markt durch aktives Management zu schlagen, sollten besser zu Portfolios von Fondsboutiquen statt jenen von Asset-Management-Giganten greifen, zeigt eine neue Studie der Affiliated Managers Group (AMG). Vermögensverwalter mit Kundengeldern von weniger als 100 Milliarden US-Dollar – zweifellos eine äußerst großzügige Auslegung des Boutiquen-Begriffs – haben im Schnitt der letzten 20 Jahre immerhin einen Mehrertrag von 62 Basispunkten per annum im Vergleich zu ihren größeren Herausforderern erwirtschaftet, sagt das Paper. Ebenso hätten Boutiquen ihre relevanten Indizes um 135 Basispunkte pro Jahr outperformt.

Die Affiliated Managers Group investiert selbst seit Jahren konsequent in kleinere und mittelgroße Asset Manager. Für besagte Studie analysierte man 1.300 globale Investment Manager und 5.000 institutionelle Aktienstrategien. Ebenfalls untersucht wurden elf Produktkategorien, wobei auf den Survivorship-Bias geachtet wurde, indem auch Strategien miteinbezogen wurden, die von den betreffenden Asset Managern nicht länger angeboten werden.  

Das Resultat spricht für sich: Über zwei Dekaden (konkret vom 31. März 1998 bis zum 31. März 2018) zeigt die AMG-Auswertung nicht mehr und nicht weniger, als dass Boutiquen um kumuliert 16 Prozent stärker als mega-große Manager das Vermögen ihrer Klientel gesteigert hätten. Besser Ergebnisse gelangen den kleinen Könnern insbesondere bei Schwellenland-Aktien sowie amerikanischen Kleinst- und Nebenwerten. Und auch die Konsistenz der Boutiquen-Outperformance sei bemerkenswert, merkte Hugh Cutler, oberster Vertriebschef von AMG, in einem Interview mit dem Magazin "Institutional Investor" an. (kb)