2018 war bislang kein gutes Jahr für aktive Fondsmanager, und die verbleibenden Wochen dürften daran kaum noch etwas ändern: Nur jedem Dritten ist es in den vergangenen Monaten gelungen, seinen Vergleichsindex zu schlagen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Lyxor Asset Management, für die der französische Vermögensverwalter die Performance von mehr als 6.000 aktiv gemanagten Portfolios untersucht hat. 2017 hatten im Durchschnitt immerhin noch 44 Prozent aller aktiven Fondsmanager ihre Benchmark übertroffen, nun liegt die Vergleichsziffer zehn Prozentpunkte darunter.

Marlène Hassine Konqui, Studienautorin und Leiterin des ETF-Researchs bei Lyxor, sieht wenig Hoffnung, dass es aktiven Managern gelingen könnte, im letzten Quartal noch das Ruder herum zu reißen: "Angesichts der aktuellen politischen und ökonomischen Risiken dürfen aktive Manager auf Jahressicht schlechter abschneiden als 2017", sagt sie.

Hoffnungsträger Spanien
Im Rentenbereich erzielten nur 27 Prozent der aktiven Manager eine bessere Performance als der Vergleichsindex. Auch bei Aktienfonds ist die Bilanz ernüchternd: Hier schafften 33 Prozent der aktiven Manager eine Outperformance gegenüber der Benchmark. Die besten Ergebnisse erzielten Fonds mit dem Schwerpunkt europäische Aktien. 

Auf Länderebene zeigen sich bei Aktienfonds deutliche Unterschiede. So konnten lediglich drei Prozent aller Fonds auf französische Large Caps seit Jahresbeginn eine Outperformance erzielen. Deutlich besser schnitten die Manager spanischer Standardwertefonds ab: Hier schafften es immerhin 68 Prozent der aktiven Manager, den Index zu schlagen. (fp)