Laut der Internationalen Energie Agentur (IEA) soll die globale Stromnachfrage bis 2050 um 75 Prozent steigen. Auf diese Zahl macht Raiffeisen Capital Management (RCM) in einer Aussendung aufmerksam. Um dennoch den klimafeindlichen Treibhausgasausstoß zu begrenzen, müsse der Umstieg auf nicht-fossile Energieträger rasch passieren. Unternehmen, die diesen Energiewandel begünstigen, würden demnach "Aussicht auf attraktive Renditen" bieten, so RCM-Energiefachmann Hannes Loacker.

Konkrete Beispiele für solche Unternehmen findet man in der Aussendung nicht. Unter anderem denkt Loacker an Immobiliensanierungen. In der EU seien 35 Prozent der Gebäude über 50 Jahre alt und 75 Prozent gelten als energieineffizient. Laut EU-Plan sollen bis zum Jahr 2030 jährlich Renovierungen im Ausmaß von 275 Milliarden Euro stattfinden. Davon würden Industrie- und IT-Unternehmen, die Wärmedämmung oder digitale Gebäudeinfrastrukturen anbieten, profitieren, so Loacker. Auch Anbieter von Technologien wie Smart Meter seien für Investoren interessant.

"Geprägt von Wachstumschancen" seien zudem Branchen wie Windkraft, Solarstrom und Wasserstoff. Wasserstoff ist zwar nach Ansicht vieler Beobachter suboptimal, weil er zurzeit vorwiegend aus fossilem Erdgas hergestellt wird und Experten zu wenige realistische Möglichkeiten sehen, das Produkt in großem Stil klimaneutral zu produzieren, oder weil die Umwandlung von Ökostrom in Wasserstoff sehr ineffizient ist. Loacker sieht hier dennoch Chancen für Anleger und verweist auf die EU-Wasserstoffstrategie. Die EU plant, die Kapazität bis 2030 auf das rund 200-fache des heutigen Wertes auszubauen. (eml)