Sieben Gründungspartner haben am Dienstag die "Stiftung für Wirtschaftsbildung" vorgestellt. Die Initiative ist vorerst für drei Jahre mit je 1,4 Millionen Euro finanziert, wobei es eine Option auf Verlängerung gibt. Das Geld wird von den sieben Gründungspartnern aufgestellt: Arbeiterkammer, Erste Stiftung, Industriellenvereinigung, Innovationsstiftung für Bildung, MEGA Bildungsstiftung (von B&C Privatstiftung und Berndorf Privatstiftung zur Förderung von Bildungsinnovation), OeNB, WKÖ.

Mit Beginn 2021 soll die Stiftung ihre Arbeit aufnehmen, wie es bei einer Pressekonferenz hieß. Der "Fahrplan" für das Stiftungsprogramm werde erst "konkretisiert". Bis jetzt steht fest, dass drei Bereiche im Vordergrund stehen: die Verankerung von Wirtschaftsbildung im regulären Bildungssystem, Unterstützungsmaßnahmen für Lehrer, so wie Bewusstseinsbildung auf relevanten Stakeholder-Ebenen. Unter anderem soll es eine Ausschreibung von Fördermitteln für Schulen und andere wichtige Interessensgruppen geben. Darüber hinaus ist wollen die Initiatoren an einer Vernetzung der bisher bereits bestehenden Finanzbildungsinitiativen arbeiten.

Wissenschaftliche Begleitung
Die Stiftung will ihre Maßnahmen wissenschaftlich evaluieren und analysieren, welche Ansätze im Schulsystem am besten funktionieren. Ein Beirat soll weiters dafür sorgen, dass es im Rahmen der Stiftung nicht zur Verfolgung von Partikularinteressen der beteiligten Geldgeber kommt. Es sei Aufgabe des Bildungssystems, dass junge Menschen – unabhängig vom Finanzstatus ihrer Eltern – die gleiche Befähigung erhalten, ihr Leben finanziell zu planen, sagte Mariella Schurz, von der Mega Bildungsstiftung bei der Vorstellung der Initiative. (eml)