Der Krieg in der Ukraine lässt die Energiepreise steigen. Allein der Preis für die US-Ölsorte WTI schnellte seit Jahresbeginn um mehr als 60 Prozent nach oben. Das dürfte dem Thema Elektromobilität und autonomes Fahren neuen Schub geben, prognostiziert die Technologie-Spezialistin Cathie Wood laut dem "Handelsblatt". Wood, die mit ihren Fonds vor allem in Technologietitel investiert, spielt diese Entwicklung in die Karten. So machen die Aktien des E-Autobauers Tesla mit einer Milliarde Euro fast zehn Prozent in ihrem Flaggschifffonds ARKK aus. 
Die Investorin sieht in der derzeitigen Entwicklung des Aktienmarktes Parallelen zur Corona-Pandemie. "Wir haben einen schrecklichen Bärenmarkt für Innovation erlebt", sagt Wood. Entwickeln sich die Aktienmärkte nun ähnlich, käme ihr das gerade recht. Vom Tiefpunkt der Coronakrise bis zum Höchststand im Februar 2021 legte ihr Fonds nämlich zwischenzeitlich um 358 Prozent zu. "Und warum? Weil Innovation Probleme löst", erklärt Wood. 

Zinserhöhung und Ukrainekrise erhöhen den Druck
Mit ihrem Investmentansatz feierte Cathie Wood zwar am Anfang der Pandemie große Erfolge, doch seit 2021 stehen ihre Fonds unter Druck. Insbesondere durch die bevorstehenden Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed in den USA gerieten die von der Portfoliomanagerin favorisierten Tech-Unternehmen in eine Abwärtsspirale, die sich durch den Ukrainekrieg noch einmal verstärkte. So verlor der ARKK seit Beginn des Jahres rund 40 Prozent. Wood hält den Abwärtstrend für vorübergehend: "Angesichts der Wachstumserwartungen für diese neuen Technologien glaube ich, dass wir einige spektakuläre Renditen sehen werden." (fp)