Für die globale Konjunkturentwicklung gibt es verschiedene Indikatoren. Einer davon ist die Kupfernachfrage. Aktuell steigt sie insbesondere in China. Das lässt darauf schließen, dass sich die Weltwirtschaft bald von ihrer momentanen Schwächephase erholt, sagt Manfred Schlumberger, Leiter Portfoliomanagement bei Starcapital. Er geht folgerichtig davon aus, dass Anleger im laufenden Jahr nicht mit einer Rezession rechnen müssen. "Im Gegenteil: Spricht nicht die aktuelle Aktienmarkthausse für eine wirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf?", gibt er zu bedenken. 

Rund die Hälfte der weltweiten Kupfernachfrage entfällt auf China. "Die steigende Kupfernotiz erlaubt eine Aussage über die Erwartungen an die chinesische Wirtschaft", sagt Schlumberger. Und die beeinflusst das Wachstum der Weltwirtschaft maßgeblich. Die chinesische Regierung senkt aktuell die Unternehmenssteuern sowie die Steuern der Privathaushalte, leitet Infrastrukturprojekte in die Wege und verpflichtet Staatsbanken zur Vergabe von günstigen Firmenkrediten. All diese Schritte wertet der Starcapital-Experte als Bemühung, eine wirtschaftliche Abschwächung zu verhindern. Damit könnte Peking durchaus Erfolg haben.

Deutsche Exportwirtschaft steht in den Startlöchern
"Auf das Ende des konjunkturellen Abschwungs in China wartet insbesondere die deutsche Exportwirtschaft begierig", sagt Schlumberger. "Hiervon würde insbesondere der deutsche Aktienmarkt stark profitieren."

Zwar sind die meisten Anleger nach dem Aktienmarkteinbruch im vergangenen Dezember und angesichts zahlreicher ungelöster Probleme wie dem Handelskonflikt, dem Brexit und den Haushaltsproblemen in Italien nach wie vor defensiv eingestellt. Schlumberger blickt dennoch zuversichtlich auf die weitere Entwicklung der Aktienkurse. (fp)