In der Goldpreis-Entwicklung ist derzeit wenig Musik. Im August legte der Kurs des Edelmetalls um bescheidene 1,5 Prozent zu und schloss bei rund 1.814 US-Dollar je Feinunze. "Der Goldpreis löst weiterhin keine Signale aus. Dieser Trend könnte auch im Herbst noch vorherrschend sein", sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte der Investmentboutique Stabilitas. Die Lage kann allerdings schlagartig drehen: Dann nämlich, wenn die Inflation nicht so rasch zurückgeht wie erhofft.

Pendelt sich die Inflationsrate auf einem Niveau von drei bis vier Prozent ein, ergäbe sich ein äußerst attraktives Umfeld für Gold, befindet Siegel. "Unter der Oberfläche wächst bei den Sparern der Druck, Kapital anderweitig anzulegen", erklärt er. Gold wäre eine denkbare Alternative. Auch Minenaktien würden sich dann womöglich wieder besser entwickeln. Wegen der geringen Bewegung beim Goldpreis werden die Titel momentan von spekulativeren Investoren links liegen gelassen.

Gemischtes Bild bei Basismetallen
Während es beim Goldpreis im August immerhin leicht aufwärts ging, verzeichneten Silber, Platin und Palladium Verluste. Silber beendete den Monat bei 23,60 US-Dollar je Feinunze, das entsprach einem Rückgang um 6,2 Prozent gegenüber Juli. Der Platinpreis gab um 3,2 Prozent nach, Palladium schloss im August mit einem Minus von 7,1 Prozent.

Bei den Basismetallen ergab sich ein gemischtes Bild: Während sich Nickel, Zink, Kupfer und Blei verbilligten, konnte Aluminium um 4,2 Prozent zulegen. In der uneinheitlichen Entwicklung spiegele sich wider, dass die Wirtschaftslage insgesamt positiv sei, es jedoch Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche weitere Lockdowns gebe, urteilt Siegel. (fp)