Über Geld redet man nicht, Geld hat man. Nicht geredet wird in Europa also über 100 Billionen Euro an Barem, Festgeld, Anleihen, Aktien, Fonds sowie Versicherungs- und Pensionsrücklagen. Diese Summe hat die European Fund and Asset Management Association (Efama) zusammengetragen.

Damit hat sich das leicht zugängliche Ver­mögen innerhalb der Union seit dem Jahr der  Finanzkrise um rund ein Drittel vergrößert. Die historischen Ereignisse – Finanzkrise, Eurokrise und Brexit – haben dabei interessante Spuren hinterlassen.

Profiteure ...
Profitiert haben von dieser Entwicklung vor allem Investmentfonds. Innerhalb eines Jahrzehnts konnten sie ihren Anteil am europäischen Vermögen laut den jüngsten Efama-­Daten von 7,5 Prozent im Jahr 2008 auf 12,1 Prozent steigern. Früher als sicher geltende Assetklassen wie Anleihen und andere Schuldtitel verloren hingegen an Boden.

... und geografische Unterschiede
Interessant sind auch die geografischen Unterschiede: Während in Kernländern wie Deutschland oder den ­Niederlanden ein verhältnismäßig geringer Teil des Investmentfondsvermögens von Privatanlegern stammt, sind es in den Peripherieländern Spanien und Italien rund 50 Prozent oder mehr, zeigt der jüngst vorgelegte Efama-Report "Ownership of Investment Funds in Europe". Den Briten wurde wiederum im Nachhall des Brexit ein wenig der Schneid abgekauft: Hier ­zogen die privaten Haushalte massiv Geld aus ihren Fonds ab. (hw)