Der Euro schwächelt, und das macht Urlaube in anderen Währungsräumen teurer. Beispiel US-Dollar: Zwar hat der Euro zuletzt leicht aufgeholt, grundelt aber mit rund 1,07 Dollar weiter nahe der Parität herum. Und auch in anderen Nicht-Euro-Destinationen haben sich die Dinge zuungunsten der Urlauber aus Österreich entwickelt.

Insgesamt führt das dazu, dass Austro-Touristen heute in Überseedestinationen um fünf Prozent mehr zahlen als im Jahr 2021, wie die Unicredit Bank Austria basierend auf dem Urlaubsverhalten vor der Pandemie errechnet hat. "Dafür waren neben dem schwächeren Euro auch die höheren Preissteigerungen verantwortlich", so Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer.

Österreichische Kaufkraft meist höher
Österreicher, die innerhalb der Eurozone urlauben, bekommen für einen Euro im Durchschnitt um 18 Prozent mehr als im Inland. Ein ähnlicher Wert wie 2021. Vorausgesetzt, man bemisst den Wert des Urlaubs finanziell, urlaubt man in Ungarn, der Türkei und Kroatien weiterhin deutlich günstiger als zu Hause. Wenngleich heuer die Türkei aufgrund der hohen Inflation wesentlich teurer kommt als im Vorjahr.

Unter den beliebtesten Reisezielen kann ein Urlauber aus Österreich laut der Analyse auch in Portugal, Griechenland, Slowenien und Spanien mehr für seinen Euro erwarten als zu Hause. Auch in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas ist der Reiseeuro weiterhin deutlich mehr wert als in Österreich, allen voran in Bulgarien, Rumänien und Polen. Im Vereinigten Königreich und Frankreich, vor allem wegen ihrer Städtedestinationen beliebt, sind hingegen die Preisniveaus höher als zu Hause.

Schweiz ist die teuerste Urlaubsdestination
Teuerstes Reiseziel für die Österreicher bleibt die Schweiz. Zwar war dort die Inflation gering, aber der Schweizer Franken wertete seit 2021 auf. "Trotz niedriger Inflation in den letzten Jahren sorgt die Aufwertung in der Schweiz weiter dafür, dass der Urlaubseuro dort bei rund drei Viertel des Wertes in Österreich liegt, was seinem langjährigen Durchschnitt entspricht", so Bruckbauer. Der umgekehrte Fall – dass der Urlaubseuro in der Schweiz mehr wert wäre als in Österreich – ist laut Bruckbauer noch nie eingetreten. (eml)