Die Summe der Geldanlagen, die in Österreich unter Berücksichtigung strenger Nachhaltigkeitskriterien investiert wird, ist 2020 um 29 Prozent auf 38,9 Milliarden Euro gestiegen – ein Rekordwert. Das geht aus dem jüngsten Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor, den der Fachverband nun vorgestellt hat.

Besonders deutlich fällt das Plus bei nachhaltigen Investmentfonds aus: Ihr Volumen lag mit 21,2 Milliarden Euro Ende 2020 rund 44 Prozent über dem Vorjahreswert. Berücksichtigt man zudem die Kapitalanlagen, für die Nachhaltigkeitskriterien auf Ebene des Asset Managers verankert sind, ergibt sich zum 31. Dezember 2020 eine Gesamtsumme von rund 114,2 Milliarden Euro für verantwungsbewusste Investments in Österreich.


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Ein großer Teil des Wachstums geht dem FNG-Bericht zufolge auf Investments von Privatanlegern zurück. Sie hatten Ende 2020 insgesamt zwölf Milliarden Euro in nachhaltige Fonds und Mandate investiert. Das sind fast 5,3 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor – ein Zuwachs um stolze 78 Prozent.

Für das laufende Jahr erwarten alle im Rahmen des Marktberichts befragten Experten, dass der Trend zur nachhaltigen Kapitalanlage anhält. Jeder Zehnte rechnet dabei mit einem Wachstum von bis zu 15 Prozent. 53 Prozent erwarten ein Plus zwischen 15 und 30 Prozent, 37 Prozent sogar von mehr als 30 Prozent. (bm)


Den kompletten FNG-Marktbericht können Sie hier im PDF-Format herunterladen (externer Link).