Wenn ein rapider Verlust der Flug­höhe nahezu unvermeidlich und das Pflaster unter einem hart ist, bleibt nur zu hoffen, dass zumindest die Landung ­eine weiche ist. In einem derartigen Szenario befinden sich derzeit die weltweiten ­Kapitalmärkte: Chaotische Makro-Bedingungen, die sich aus Stagflationsszenarien, geopolitischen Unsicherheiten und der ­Sorge um einen nächsten Pandemieherbst – wohl unvollständig – zusammenfassen lassen, haben dazu geführt, dass das zweite Quartal noch schwieriger wurde als das ­erste. Stellt sich naturgemäß die Frage: Mit welchen Strategien konnten sich Fonds­manager dem negativen Marktumfeld am ehesten entziehen? 

Vor diesem Hintergrund tragen die ­quartalsmäßigen Updates zur Performance der aktuellen Träger des ÖSTERREICHISCHEN FONDSPREISES einen besonderen Informationsgehalt in sich. Der Award selbst wird von FONDS professionell in Kooperation mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) vergeben. Bei der Vergabe des Preises werden nur  aktive Fonds berücksichtigt, die über einen fünfjährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergeb­nisse erwirtschaften. 

Hart erkämpfte Outperformance
Doch selbst die Besten der Besten mussten schlussendlich die negative Sogwirkung als unwiderstehlich akzeptieren und konnten die Verluste des zweiten Quartals nur begrenzen. 
Am besten ist das dem in Zürich ansässigen Quantex Global Value von Peter Frech gelungen. Bereit im ersten Finanzabschnitt konnte sich Frech mit einem eindrucksvollen Plus von gut elf Prozent an die Spitze der Award-Träger setzen. 

Gut geschlagen hat sich unter anderem auch Nadine Heemann, der mit ihrem FU Multi Asset gegenüber der Kon­kurrenz eine Outperformance von mehr als 5,5 Prozentpunkten gelang. Der Fonds wird vom Institut für Vermögensaufbau (IVA), das für den Award die zugrunde liegenden Daten liefert, in der Kategorie "Mischfonds Global aggressiv" geführt – einer "Peergroup, die im zweiten Quartal 2022 durchschnittlich 8,8 Prozent verloren hat und damit erwartungsgemäß zwischen den ausgewogenen Mischfonds und den globalen Aktienfonds gelegen ist", wie IVA-Co-Vorstand Andreas Ritter berichtet. (hw)


Wie Nadine Heemann diese Outperformance gelungen ist, aber auch, welche Strategien unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen leiden mussten, lesen Sie in der soeben erschienenen Ausgabe 3/2022 von FONDS professionell ab Seite 146 oder (nach Anmeldung) hier im E-Magazin.