Das Eigenheim aus der Portokasse respektive den laufenden Einnahmen bezahlen? Das gelingt wohl den wenigsten, ein Kredit ist für die meisten Immobilienkäufer in spe weltweit obligatorisch. Gäbe es keine Hypothekendarlehen, müssten Sparer ganz schön geduldig sein, wie eine Berechnung des britischen Vergleichsportals Uswitch zeigt. In einigen Regionen der Welt würde das Ansinnen mehr als ein Menschenleben brauchen.

Der Durchschnittsdeutsche hat es demnach noch vergleichsweise gut: Er müsste knapp 50 Jahre lang jeweils gut 6.000 Euro zur Seite legen, um sich den Durchschnittspreis von 298.000 Euro für eine Dreizimmerwohnung zusammenzukratzen. Und damit ist er im internationalen Vergleich sogar ziemlich schnell, wie die skurrile Studie zeigt, über die das "Handelsblatt" berichtet.  

Der Negativ-Spitzenreiter ist Japan. Zwar ist das Land dafür bekannt, dass die Menschen dort eine sehr hohe Lebenserwartung haben – doch bis der durchschnittliche Kaufpreis für drei Zimmer in Nähe einer Metropole wie Nagoya, Osaka oder gar Tokio angespart ist, hält niemand durch. Das dauert nämlich 417 Jahre, rechnet man den durchschnittlichen Preis von 471.400 Euro einer solchen Immobilie gegen die jährlichen Ersparnisse der japanischen Haushalte von gut 1.128 Euro gegeneinander auf. Innerhalb Europas ist es vor allem in Spanien relativ unwahrscheinlich, eine Immobilie aus dem Sparschwein zu bezahlen: Der Durchschnittsbürger würde dafür mehr als 339 Jahre brauchen.

Mexiko liegt vorn
Wer sich indessen am schnellsten aus eigenen Mitteln ein Eigenheim finanzieren will, sollte nach Mexiko auswandern. Das kann man sich hier angesichts der durchschnittlichen Immobilienkosten und Sparquoten jedermann und jederfrau schon nach 34 Jahren leisten. Die Kosten dafür liegen im Schnitt bei knapp 76.000 Euro – im internationalen Vergleich ein wahres Schnäppchen. (fp)