Die Aussichten für den US-Aktienmarkt fallen durchwachsen aus. Diese Prognose wagte Manfred Hübner, Geschäftsführer von Sentix. Die Gesellschaft erhebt den gleichnamigen Stimmungsindex. Für Hübner verläuft das Börsenjahr 2019 in den USA bislang nach dem typischen Muster, wie es sich ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen häufig abzeichnet.

Bliebe es dabei, seien von US-Aktien bis in den November hinein keine großen Zugewinne zu erwarten. "Allerdings fällt auch in dieser Analyse die kommende Stabilisierungsphase von rund 25 Handelstagen auf", merkt Hübner an (siehe Grafik). Demnach könnten sich die Märkte bald stabilisieren und zumindest vorübergehend leicht steigen.

Trump könnte Bogen überspannt und Rezession ausgelöst haben
Diese Stabilisierungsphase könnte auch eine fundamentale Basis haben: einen Schimmer Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Nachdem sich der US-Präsident Donald Trump nun offenbar doch Sorgen um eine mögliche Rezession macht, passte er seine Rhetorik in dem Konflikt an.

Doch das dürfte nicht von Dauer sein, meint der Sentix-Experte. "Wir gehen aber davon aus, dass Trump überzogen hat und der Schaden, also eine Rezession, eintreten wird. Diese Erkenntnis könnte in den nächsten 25 Handelstagen reifen", folgert Hübner. (aa)