Sechs Gründe, warum MAGA mega ist – zumindest für Europa
US-Aktien sind teuer, Europa ist unterrepräsentiert und günstig. Fidecum-Vorstand Hans-Peter Schupp sieht darin eine historische Chance: Wenn Anleger Kapital umschichten, könnte MEGA Realität werden – "Make Europe Great Again".
"Mega" steht umgangssprachlich für etwas Großartiges – und genau das verspricht sich Donald Trump von seiner politischen Vision "Make America Great Again" (MAGA). Doch wenn sich Trumps nationalistische Politikpläne realisieren, könnte der eigentliche Profiteur nicht Amerika, sondern Europa sein, meint Hans-Peter Schupp, Vorstand der Fidecum AG und Portfoliomanager des Contrarian Value Euroland Fonds. Seine These: MAGA wird zu MEGA – "Make Europe Great Again".
Massiver Anstieg der Bewertungsdifferenz
Ein Blick auf die Bewertungen zeigt ein deutliches Gefälle: Das Forward-KGV amerikanischer Aktien liegt aktuell bei 22,7 – europäische Titel kommen im Schnitt nur auf 13,8. Diese Bewertungsdifferenz ist in den vergangenen 20 Jahren massiv gewachsen. Noch 2005 waren die KGVs auf beiden Seiten des Atlantiks weitgehend vergleichbar.
Ungleichgewicht bei der Marktmacht
Die Marktkapitalisierung des US-Leitindex S&P 500 beträgt 52,4 Billionen US-Dollar, während der gesamte Stoxx Europe 600 auf nur 12,5 Billionen Dollar kommt. Entsprechend liegt das US-Gewicht im MSCI World bei fast 72 Prozent – Europa bringt es inklusive Großbritannien auf weniger als 20 Prozent.
Historische Chance
Schupp sieht daher erhebliches Potenzial für europäische Aktien. Allein ein kleiner Teil einer globalen Umschichtung könnte große Wirkung entfalten. "Sollte nur ein Zehntel des Anlagekapitals umgeleitet werden, wäre der Nachfrageimpuls gewaltig", sagt der Fidecum-Vorstand. Das knappe Angebot an europäischen Aktien würde einen deutlichen Kursschub bedeuten.
In unserer Fotostrecke stellt Schupp sechs konkrete Argumente vor, warum Europas Stunde geschlagen haben könnte. (mb)















