Die schwedische Notenbank hat sich überraschend vom Nullzins verabschiedet. Die Riksbank entschied am Donnerstag (28. April), den geldpolitischen Schlüsselsatz von null auf 0,25 Prozent zu erhöhen. Damit liegt er erstmals seit 2014 über der Nulllinie, wie das "Handelsblatt" meldet. Die Währungshüter reagieren der Zeitung zufolge auf die rasch steigende Inflation in dem skandinavischen Land. Die Teuerungsrate sei auf das höchste Niveau seit den 1990er Jahren gestiegen und werde noch einige Zeit lang hoch bleiben.

Die Notenbank signalisierte zugleich, dass sie zu weiteren Anhebungen bereit ist. Binnen drei Jahren könne das Zinsniveau dann im Bereich unter zwei Prozent liegen, erklärten die Währungshüter, so die Wirtschaftszeitung. Die Europäische Zentralbank (EZB) zögert dagegen immer noch mit einer Erhöhung der Zinsen. Einige Mitglieder der EZB-Führungsetage können sich aber eine Anhebung im Sommer gut vorstellen. (jb)